5. Internationalen Woche des Grundeinkommens


22.08.12
BremenBremen, Soziales, Bewegungen 

 

von Netzwerk Grundeinkommen

im September 2012 wird das Bedingungslose Grundeinkommen nicht nur in Bremen, sondern europa- und sogar weltweit verstärkte Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Zunächst die regionalen Ereignisse:

Im Rahmen der diesjährigen „5. Internationalen Woche des Grundeinkommens“, die offiziell vom 17. bis zum 23. September stattfindet, werden einige Veranstaltungen in Bremen gemeinsam von der Bremer Attac AG "Genug für Alle", der Rosa-Luxemburg-Initiative Bremen und der St. Michaelis-St. Stephani-Gemeinde ausgerichtet.
Unter dem Motto "Wege zum Grundeinkommen" werden Vorträge und Diskussionen zu verschiedenen Aspekten des Bedingungslosen Grundeinkommens in Deutschland und in anderen Teilen der Welt angeboten. Das Programm ist sehr umfangreich, wie Sie den folgenden Terminen entnehmen können.

Dienstag, 04.09.2012, 19.30 Uhr,
Gemeindehaus St. Stephani, Stephanikirchhof 8, 20195 Bremen

Das Bedingungslose Grundeinkommen in Namibia: Was können wir daraus lernen?

Simone Knapp, Heidelberg, Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika (KASA)

Mittwoch, 19.09.2012, 19.00 Uhr, Wallsaal, Zentralbibliothek, Am Wall 201, 28195 Bremen

Krisen ohne Ende - kann ein Bedingungsloses Grundeinkommen ein Ausweg sein?

Werner Rätz, Bonn, Mitbegründer Attac Deutschland, AG „Genug für alle“

Donnerstag, 20.09.2012 19.00 Uhr, Wallsaal, Zentralbibliothek, Am Wall 201, 28195 Bremen

Wege zum Grundeinkommen - Ansätze für Deutschland

Ronald Blaschke, Berlin, Netzwerk Grundeinkommen

Freitag, 21.09.2012, 19.00 Uhr, Gästehaus der Universität Bremen, Teerhof 58,

28199 Bremen

Wege zum Grundeinkommen in Asien: Ansätze im Iran und in der Mongolei, Modelle für Japan und Südkorea

Min Geum, Seoul (Südkorea), Mitbegründer des Basic Income Korean Network

Dienstag, 09.10.2012, 19.30 Uhr, Gemeindehaus St. Stephani, Stephanikirchhof 8, 20195 Bremen

Würde und Wert des Menschen

Ronald Blaschke, Berlin, Netzwerk Grundeinkommen

Sonntag, 14.10.2012, 10.00 Uhr, Kulturkirche St. Stephani, Stephanikirchhof, 28195 Bremen

Arbeit um jeden Preis?

Grundeinkommensgottesdienst mit den Pastoren Friedrich Scherrer und Michael Behrmann sowie dem Vorbereitungskreis.

Wir sind sehr erfreut, dass wir mit Min Geum aus Südkorea einen der Hauptgastredner des 14. internationalen BIEN-Kongresses für einen Vortrag in der Woche des Grundeinkommens in Bremen gewinnen konnten.

Der 14. Weltkongress des Basic Income Earth Network (BIEN) findet in diesem Jahr vom 14. bis zum 16. September im Wolf-Ferrari-Haus in Ottobrunn bei München statt. Alle zwei Jahre kommen Forschende, WissenschaftlerInnen, politische EntscheidungsträgerInnen und PolitikerInnen aus verschiedenen Teilen der Welt zusammen, um Möglichkeiten für die Förderung und Umsetzung eines elementaren Prinzips der sozialen Gerechtigkeit zu diskutieren: das Bedingungslose Grundeinkommen. Der Kongress bietet drei Tage lang Austausch über Ideen, Erfahrungen und neue Entwürfe für die öffentliche Politik und politischen Diskussion zum Thema sozio-ökonomische Rechte. Das Hauptthema des internationalen wissenschaftlichen Kongresses heißt „Wege zum Grundeinkommen“. Es sollen neben theoretischen auch praktische Fragen behandelt werden und außer WissenschaftlerInnen auch zivilgesellschaftliche und politische Akteure zu Wort kommen.
Details siehe unter www.bien2012.de

Und pünktlich zum BIEN-Weltkongress wird außerdem die Entscheidung der EU-Kommission über die Zulassung eines von BürgerInnen aus 14 europäischen Ländern gemeinsam eingereichten Antrags erwartet. In dem Antrag wird die EU-Kommission aufgefordert, „alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel und Möglichkeiten auszuschöpfen, um die Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens“ in allen Mitgliedstaaten der EU aktiv voranzutreiben. Das Grundeinkommen soll allgemein, personenbezogen und in existenz- und teilhabesichernder Höhe sein.

Den Wortlaut des Antrags und aktuelle Informationen gibt es auf der deutschen Kampagnenseite unter:
www.ebi-grundeinkommen.de

 

info@grundeinkommen-atttac-bremen.de
http://www.grundeinkommen-attac-bremen.de/

Details zu den Veranstaltungen in Bremen

Der vollständige Text des Aufrufs zur „5. Internationalen Woche des Grundeinkommens“ ist zu finden unter:
www.woche-des-grundeinkommens.eu

Dienstag, 04.09.2012, 19.30 Uhr, Gemeindehaus St. Stephani, Stephanikirchhof 8, 20195 Bremen

Das Bedingungslose Grundeinkommen in Namibia: Was können wir daraus lernen?

Simone Knapp, Heidelberg, Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika (KASA)

Im Rahmen eines von Kirchen, Gewerkschaften und anderen gesellschaftlichen Gruppen getragenen Pilotprojekts erhalten ca. 1000 Menschen in der Siedlung Otjivero in Namibia seit dem Jahr 2008 ein bedingungsloses Grundeinkommen (Basic Income Grant).

Simone Knapp berichtet über dieses Projekt, seine erstaunlichen Ergebnisse und seine weitere Zukunft sowie über die Lehren für die Diskussion und Chancen eines Bedingungslosen Grundeinkommens in Deutschland.

Mittwoch, 19.09.2012, 19.00 Uhr, Wallsaal, Zentralbibliothek, Am Wall 201, 28195 Bremen

Krisen ohne Ende - kann ein Bedingungsloses Grundeinkommen ein Ausweg sein?

Werner Rätz, Bonn, Mitbegründer Attac Deutschland, AG „Genug für alle“

Die aktuelle Finanzkrise zeigt: durch Bankenrettung und blinde Wachstumsgläubigkeit kann die Strukturkrise des Kapitalismus nicht aufgehalten werden. Politik und Wirtschaft müssten sich auch aus ökologischen Gründen an den Lebensbedürfnissen der Menschen ausrichten. Mit einem Bedingungslosen Grundeinkommen wird der Zwang zum Verkauf der Arbeitskraft um jeden Preis verringert, die Umstellung auf eine bedarfsorientierte und ressourcensparende Ökonomie angeregt und demokratische und freiheitliche Rechte gestärkt.

Donnerstag, 20.09.2012 19.00 Uhr, Wallsaal, Zentralbibliothek, Am Wall 201, 28195 Bremen

Wege zum Grundeinkommen - Ansätze für Deutschland

Ronald Blaschke, Berlin, Netzwerk Grundeinkommen

Nach einem kurzen Überblick über die Debatten und Ansätze stellt Ronald Blaschke verschiedene Wege zum Grundeinkommen in Deutschland vor.

Sozialpolitische Schritte zu einer Einführung werden entwickelt und zur Diskussion gestellt. Als Beispiel werden Möglichkeiten einer Kindergrundsicherung für Kinder und Jugendliche, eines BAföGs für alle Studierenden und einer Grundrente für alle Älteren vorgestellt. Ziel ist es, die Einführung des Grundeinkommens für alle als notwendige und realistische Alternative zur herrschenden Politik in Deutschland aufzuzeigen.

Freitag, 21.09.2012, 19.00 Uhr, Gästehaus der Universität Bremen, Teerhof 58, 28199 Bremen

Wege zum Grundeinkommen in Asien: Ansätze im Iran und in der Mongolei, Modelle für Japan und Südkorea

Min Geum, Seoul (Südkorea), Basic Income Korean Network

In Asien sind bereits Grundeinkommensformen realisiert. Nach dem Vorbild von Alaska erhält die Bevölkerung in der Mongolei und im Iran Gewinnanteile aus der staatlichen Bodenschatzförderung. Auch für Südkorea und Japan wird diskutiert, Geldvermögen für die Finanzierung eines Grundeinkommens heranzuziehen. Dafür gibt es ein gemeinsames Motiv: die Stärkung des Gemeinwesens. Bei den europäischen Modellen werden Existenzsicherung und Freiheit des Individuums betont, in den asiatischen Ländern geht es oft vorrangig um die Bekämpfung großer Armut und die Aufrechterhaltung der politischen Verhältnisse.

Min Geum studierte Recht in Seoul und Göttingen. Er gründete gemeinsam mit anderen das Grundeinkommensnetzwerk in Südkorea (Basic Income Korean Network) und ist Vorsitzender des Netzwerks. Er beschäftigt sich insbesondere mit dem Thema "Grundeinkommen aus republikanischer Perspektive".

Dienstag, 09.10.2012, 19.30 Uhr, Gemeindehaus St. Stephani, Stephanikirchhof 8, 20195 Bremen

Würde und Wert des Menschen

Ronald Blaschke, Berlin, Netzwerk Grundeinkommen

Im Zentrum christlicher Ethik steht die biblische Botschaft, dass jeder Mensch auch ohne Leistung wertvoll ist. Die Idee eines bedingungslosen, garantierten Grundeinkommens entspricht diesem christlichen Menschenbild. Es eröffnet den vertrauensvollen Blick auf die Würde eines jeden Menschen: ihm wird grundsätzlich positiv begegnet, seine Gaben und Fähigkeiten sind willkommen. Dem gegenüber steht das heute weit verbreitete Menschenbild, das den Menschen zuallererst nach seiner Leistung beurteilt. Entsprechend begegnet man Erwerbslosen oft mit Misstrauen, Reglementierungen und Sanktionen. Gerade heute, angesichts sozialer Spaltung, müssen wir uns sehr bewusst fragen, welches Menschenbild uns leitet. Ronald Blaschke wird in das Thema einführen und die Diskussion begleiten.

Sonntag, 14.10.2012, 10.00 Uhr, Kulturkirche St. Stephani, Stephanikirchhof, 28195 Bremen

Arbeit um jeden Preis?

Grundeinkommensgottesdienst mit den Pastoren Friedrich Scherrer und Michael Behrmann sowie dem Vorbereitungskreis

Die „Arbeit um jeden Preis“ widerspricht der jüdisch-christlichen Tradition. Denn der biblische Gott befreit sein Volk aus dem Haus der Sklavenarbeit und der entfremdeten Arbeit in Ägypten. Die Zehn Gebote dienen dazu, die Freiheit zu bewahren. In ihrem Licht ist unser Arbeiten zu sehen, also nicht „Arbeit um jeden Preis“, sondern Arbeit für ein gelungenes Zusammenleben in Würde. Das Bedingungslose Grundeinkommen knüpft daran an und entwickelt diesen Gedanken weiter.

 

 


VON: NETZWERK GRUNDEINKOMMEN






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