Demoaufruf zur Lage in Belutschistan

13.12.21
NiedersachsenNiedersachsen, Bewegungen, News 

 

Von Seebrücke Göttingen

Aufruf von Seebrücke Göttingen, Amnesty International Hochschulgruppe Göttingen und Human Rights Council of Balochistan zur Demonstration in Gedenken an ermordete Menschenrechtsaktivistin Karima Baloch am 18.12.2021

Human Rights Council of Balochistan, Seebrücke Göttingen und Amnesty International Hochschulgruppe Göttingen rufen gemeinsam mit einem breiten  Bündnis  zivilgesellschaftlicher Göttinger Gruppen zur Demonstration am 18.12.2021 um 15 Uhr am Wilhelmsplatz anlässlich des einjährigen Todestages von Karima Baloch, einer belutschischen Menschenrechtsaktivistin, auf.
Belutsch*innen kämpfen seit der illegalen Besetzung durch Pakistan gegen die militärische Repression der Zivilgesellschaft sowie für ihre Freiheit und Unabhängigkeit. Gerade Belutschische Aktivist*innen sind weltweit Unterdrückung und Todesdrohungen durch den pakistanischen Geheimdienst ausgesetzt. Auch Karima Baloch kämpfte gegen die dort fortwährend stattfindenden Menschenrechtsverletzungen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Die Unterdrückung politischer Aktivist*innen zwang sie, in Kanada Asyl zu suchen – doch auch dort war sie nicht sicher. Nach langem Kampf für die Anerkennung ihres Rechts auf Asyl verschwand Karima am 21. Dezember 2020. Einen Tag später wurde ihre Leiche im Ontariosee in Kanada gefunden. Die Umstände ihres Todes bleiben bislang ungeklärt.

Christoph Hahn von Amnesty International Hochschulgruppe Göttingen sagt: „Seit Jahren wird die belutschische Minderheit, für die sich Karima Baloch einsetzte, in Pakistan verfolgt. Menschen verschwinden, werden gefoltert, tot aufgefunden oder tauchen nie wieder auf. Und doch weiß in Deutschland kaum jemand etwas darüber, wie bedrohlich die Lage in Belutschistan ist.“

„Karima Baloch, eine starke, mutige und bewundernswerte Frau, ist bis heute ein Vorbild für viele Menschenrechtsaktivist*innen auf der ganzen Welt. Ihr Tod ist bis heute noch nicht aufgeklärt und obwohl die kanadische Polizei eine Fremdeinwirkung ausschließt, sind wir sicher, dass sie ermordet wurde.“ fügte Abdoullah Abbas vom Human Rights Council of Balochistan hinzu.







<< Zurck
Diese Webseite verwendet keine Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz