Bayerische Unternehmen setzen weiter auf prekäre Beschäftigung – bayerische Arbeitnehmerinnen sind besonders von Altersarmut bedroht

30.08.18
BayernBayern, News 

 

Von DIE LINKE. Bayern

Landesprecher und Spitzenkandidat der bayerischen LINKEN Ates Gürpinar zu der Entwicklung in Bayern:

„Die Landesregierung hat es seit der letzten Landtagswahl nicht geschafft, die bayerischen Beschäftigten vor prekären Arbeitsverhältnissen zu schützen. Die Unsicherheit am Arbeitsmarkt bedroht weiterhin alle Beschäftigten in Bayern. Die von u. a. der CSU gepriesene ‚gute Entwicklung‘ entpuppt sich in der Realität für viele Menschen als schlecht bezahlter, befristeter und unsicherer Alptraum.

 Jeder fünfte Beschäftigte leidet unter beruflicher bzw. ökonomischer Unsicherheit und profitiert nicht von der wirtschaftlichen Entwicklung in Bayern. Der damit verbundene permanente Konkurrenzdruck ist ein gesellschaftlicher Spaltpilz und verhindern solidarisches Handeln – in Betrieb und Gesellschaft. Die aktuellen Zahlen machen deutlich, dass eine Vielzahl der bayerischen Frauen durch solch schlechte Arbeitsverhältnisse später von massiver Altersarmut bedroht sein werden. Es darf daher kein ‚Weiter so!‘ in der aktuellen Arbeitsmarktpolitik geben. Es braucht endlich ein Umdenken am Arbeitsmarkt,  hin zu einer Politik die gute Löhne und unbefristete, sozial abgesicherte Arbeit für Alle gewährleistet.

 DIE LINKE fordert ‚Gute Arbeit‘ für alle und will die stattfindende Ausbeutung der Beschäftigten, durch u. a. sachgrundlosen Befristungen und Leiharbeit, abschaffen. Wir streiten für einen gesetzlichen Mindestlohn von mindestens zwölf Euro – denn unterhalb dieser Grenze droht Armut im Alter.“

 

Hintergrundzahlen laut der Ergebnisse des Mikrozensus für das Jahr 2017:
Die Zahl der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit prekären Beschäftigungsverhältnissen ist seit der Letzten Landtagswahl in Bayern um 27.000 auf insgesamt 1,2 Millionen gestiegen. Damit arbeiten 21,5 Prozent der Beschäftigten Bayern in prekären Beschäftigungsverhältnissen. Zwei Drittel der Angestellten sind davon Frauen (77.2%). Die höchste Zuwachsrate im Bereich der prekären Beschäftigung ist mit 33.7 Prozent ist bei der Leiharbeit zu verzeichnen. Die Zahl der Leiharbeiter ist um 28.000 auf 111.000 angewachsen. Die Anzahl an befristeten Arbeitsverhältnissen hat um 1.3 % zugenommen und liegt bei 329.000 in Bayern. Insgesamt arbeiten eine dreiviertel Million Frauen in Teilzeit unter 20 Stunden.







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