Nach PETA-Strafanzeige: Etliche Tiere von skrupelloser Passauer Hundezüchterin beschlagnahmt und in lokales Tierheim gebracht


Fotos: Die skrupellose Halterin packte Hunde roh und tauchte sie in eiskaltes Wasser. / © PETA Deutschland e.V.


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26.05.20
BayernBayern, Bewegungen, Umwelt 

 

Von PETA

Über eine Whistleblower-Meldung wurde PETA im März auf eine sogenannte Animal Hoarderin aufmerksam, die in Windorf im Landkreis Passau unter anderem Pferde, Hunde, Katzen, Fische und Hühner unter tierschutzwidrigen Bedingungen hält. Da sie die Hunde im Internet zum Verkauf anbot, gaben sich Mitarbeiter der Tierrechtsorganisation als Interessenten aus und stießen vor Ort auf gravierende Tierquälerei: Sogar vor den Augen des als Käufer getarnten PETA-Teams malträtierte die Halterin Tiere. Einen sterbenden Hahn überließ sie einfach sich selbst und tauchte beispielsweise Hunde zum „Baden“ in eiskaltes Wasser. Um sie aus dem Zwinger zu holen, riss sie den Vierbeinern an ihren Ohren und der Rute. PETA meldete den Fall unverzüglich den zuständigen Behörden und erstattete Anfang Mai wegen Tierquälerei bei der Staatsanwaltschaft Passau Strafanzeige gegen die Verantwortliche – die Staatsanwaltschaft leitete umgehend ein Strafermittlungsverfahren ein (Az.: 31 Js 6166/20). Heute beschlagnahmte das Veterinäramt Passau unter massiven Drohungen der Frau sämtliche Tiere aus der Obhut der Angezeigten und übergab sie einem lokalen Tierheim. PETA lobt die Behörde und fordert nun ein Tierhalteverbot für die Tierquälerin.

„Die lokalen Behörden haben hier klasse Arbeit geleistet – wir sind froh, dass nun alle Tiere beschlagnahmt wurden und endlich in Sicherheit sind“, so Jana Hoger, PETAs Fachreferentin für tierische Mitbewohner. „Seit Jahren litten unter anderem Hunde, Katzen, Pferde und Hühner unter der gewalttätigen Frau. Diese Tierquälerei ist nun zum Glück für immer beendet!“

Zahlreiche Tierhalter präsentieren sich im Internet als liebevolle Hundezüchter, die vermeintlich Wert auf die Auswahl der Käufer legt. Die Realität zeigt jedoch immer wieder ein ganz anderes Bild, so auch in diesem Fall: Sämtliche Tiere hatten panische Angst vor der Halterin, einige von ihnen ließen sich nicht einmal anfassen. Drei Hunde waren in so schlechtem Zustand, dass sie bereits wenige Tage nach der Recherche gerettet und in liebevolle Hände in Passau und Niederbayern vermittelt werden konnten. „Wir danken den Behörden für das konsequente Handeln und fordern nun ein lebenslanges Tierhalteverbot – die Missstände und Quälereien der letzten Jahre haben deutlich gezeigt, dass diese Frau nicht imstande ist, sich um Tiere zu kümmern“, so Hoger.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

 







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