Zum Internationalen Tag der psychischen Gesundheit – „Kapitalismus macht krank“

10.10.20
BayernBayern, News 

 

Von DIE LINKE. Bayern

Eva Bulling-Schröter, Landessprecherin: „Psychische Belastungen nehmen in der Arbeitswelt durch steigenden Leistungsdruck und schlechte Arbeitsbedingungen drastisch zu. Immer mehr Arbeit in der gleichen Zeit, Arbeit am Abend oder Wochenende, Überstunden und ständige Erreichbarkeit werden zum Normalzustand. All das führt zu Stress. Vor allem die Veränderungen des Arbeitsmarktes der vergangen Jahre fördern psychische Belastungen bei der Arbeit. Befristungen, Leiharbeit, Werkvertragsarbeit, entgrenzte Arbeitszeiten. Burnout ist die neue Volkskrankheit.

Daher ist die Verkürzung der Arbeitszeit auf 4 Tage pro Woche gerade auch in der Corona-Krise ein guter Ausweg. Mit Arbeitszeitverkürzung können wir Arbeitsplätze retten, für mehr Lebensqualität sorgen, aber auch Menschen in unfreiwilliger Teilzeit ermöglichen, endlich wieder mehr zu arbeiten. Im Gegensatz zu den bisherigen Flexibilisierungen der Arbeitszeit, die immer zu Lasten der Beschäftigten gingen, ermöglicht die Verkürzung der Arbeitszeit eine Flexibilisierung, die den Beschäftigten nützt und sie sogar ein Stück weit vor Entlassungen schützt. Und gerade vor dem Hintergrund der sich verschärfenden Wirtschaftskrise ist das dringend nötig.

Kapitalismus macht krank. Wir als LINKE kämpfen für eine Gesellschaft, in der niemand aufgrund Stress am Arbeitsplatz oder aufgrund seiner ökonomischen Lage psychisch krank werden muss.“







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