Nein zu Uber im Nahverkehr der Kommunen - Regionale Infrastruktur stärken!

04.11.19
BayernBayern, News 

 

Von DIE LINKE. Bayern

Bei einer Pressekonferenz in Kirchheim haben der Uber-Deutschland-Chef Christoph Weigler und Kirchheims Bürgermeister Maximilian Böltl (CSU) heute ihre Pläne für Uber-Landtaxis vorgestellt.

Eva Bulling-Schröter, Landessprecherin der LINKEN in Bayern, stellt sich klar gegen derartige Pläne: „Uber hat erkannt, dass der ÖPNV in vielen ländlichen Regionen unakzeptabel schlecht ausgebaut ist. Klar besteht hier massiver Handlungsbedarf. Daraus wollen sie nun Profit schlagen. Jedoch kann es nicht die Lösung sein, dass ein amerikanisches Privatunternehmen versucht diese Lücke zu nutzen, um sich zu bereichern und die Infrastruktur zu übernehmen. Stattdessen sollte der Ausbau des ÖPNV von staatlicher Seite vorangetrieben und Partnerschaften zu regionalen Taxi- und Busunternehmen gestärkt werden.
Nur so erreichen wir eine gute ÖPNV-Versorgung in der Fläche, die auch nachhaltig die Region stärkt.

Tech-Giganten wie Uber gehen aggressiv in die Infrastruktur in den Regionen, um sie zu übernehmen. Das bringt gleich mehrere Probleme. Zum einen sind die Arbeitsbedingungen bei Uber eine Katastrophe. Die Fahrer*innen stehen in einem undurchsichtigen Arbeitsverhältnis, bei dem Sozialleistungen und Versicherungen nicht ordentlich abgedeckt sind. Zudem sind sie ständig dem Druck ausgesetzt, dass jede Bewertung eines Fahrgastes über die Zukunft ihres Arbeitsplatzes entscheiden könnte.
Das sind Arbeitsbedingungen, die wir als LINKE nicht akzeptieren.

Das ist kein Vergleich zu Taxiunternehmen, wo es meist geregelte Arbeitsverhältnisse gibt. Zum anderen werden so regional ansässige klein- und mittelständische Taxiunternehmen verdrängt. DIE LINKE unterstützt die Taxifahrer*innen. Wir fordern das Verbot von „unsozialen Wettbewerbsunterbietern“ wie Uber. Wir wollen keine Tech-Giganten im Nahverkehr der Kommunen!“







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