Landesamt für Statistik stellt Armutszeugnis für Bayern aus: Systemrelevant bedeutet unterbezahlt

28.04.20
BayernBayern, News 

 

Von DIE LINKE. Bayern

Ates Gürpinar, Landessprecher der LINKEN in Bayern, kommentiert die heute veröffentlichten Zahlen des bayerischen Landesamts für Statistik: „Diese Zahlen sind im wahrsten Sinne ein Armutszeugnis. Das ist der offizielle Beleg für das, was DIE LINKE und Gewerkschaften seit langer Zeit kritisieren. Die Berufe, die spätestens jetzt in der Corona-Krise als unverzichtbar gelten, werden unterdurchschnittlich entlohnt. Die Menschen, die die „kritische Infrastruktur“ am Leben halten, wurden im Jahr 2019 besonders oft mit Niedriglöhnen bezahlt. Das traurige Schlusslicht bilden hier die Beschäftigten im Lebensmitteleinzelhandel mit durchschnittlich 2.342 Euro Bruttomonatsverdienst. Hinzu kommt, dass in diesen Berufen besonders viele Frauen arbeiten. Über 55 Prozent der Vollzeitbeschäftigten im Lebensmitteleinzelhandel sind Frauen. In Krankenhäusern beläuft sich der Anteil auf 63,2 Prozent, in Altenheimen sogar auf 70,5 Prozent. Wie so oft sind es also die Frauen, die von dieser Ungerechtigkeit in besonderem Maße betroffen sind.

Die aktuelle Krise zeigt uns, dass sie es sind, auf die alle Menschen angewiesen sind. Der Wert dieser Arbeit muss sich endlich auch in entsprechender Bezahlung wiederfinden. Danke heißt: Mehr Gehalt!“







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