DIE LINKE fordert: Keinen Cent für Kinderarbeit, Rüstungsgüter, Gentechnologie und Atomwirtschaft!


Bildmontage: HF

01.11.10
BayernBayern 

 

von Uwe Schildbach

- Öffentliches Anlagekapital in ein „ethisches Vermögensmanagement“ überführen.

Die Linke im Mittelfränkischen Bezirkstag fordert die Überführung des Anlagekapitals der bezirkseigenen Mittelfrankenstiftung in ein „ethisches Vermögensmanagement.“

Prinzipiell befürworte die Linke die Existenz der Mittelfrankenstiftung. Durch die Zinserträge dieser Stiftung werde in Mittelfranken das kulturelle Leben auf breiter Ebene gefördert ohne dabei die Umlagezahler zu belasten.

„Auch wenn Die Linke andere Schwerpunkte in der Kulturförderung setzen würde, sind wir mit den Stiftungszielen der Mittelfrankenstiftung im Wesentlichen einverstanden. Auf den Prüfstand gehört jedoch die Seite der Einnahmenseite, die Erwirtschaftung dieser Gelder“, erklärte in diesem Zusammenhang der Ansbacher Linken-Bezirksrat Uwe Schildbach. „Es muss ausgeschlossen  sein, dass Gelder der Öffentlichen Hand in Papieren angelegt werden können, die z.B. in Hedgefonds, Devisenspekulationen, zweifelhaften Staatsanleihen oder Steueroasen investieren“.

Bisher gäbe es von Seiten des Bezirks nur die gesetzlich verankerten kommunalen Anlagegrundsätze „Sicherheit, Rendite und Verfügbarkeit“ als Vorgaben bezüglich der Anlagepraxis der für den Bezirk tätigen Banken.
Diese Anlagerichtlinien unter dem Motto: „Sicherheit vor schnellen Gewinnen“, sollten auch weiterhin Bestand haben, ginge es jedoch nach dem Willen der Linken, müssten diese Richtlinien um die Punkte: „Nachhaltigkeit, Soziales, Ökologie und Regionalität“, als zusätzliche Prinzipien, erweitert werden. 

Im Rahmen seiner gesellschaftlichen Verantwortung, seiner Vorbildfunktion und angesichts der Erkenntnisse einer noch lange nicht ausgestandenen Finanzmarktkrise, hat der Bezirk Mittelfranken den beauftragten Banken, verbindliche, ethisch-nachhaltige Investmentauflagen zu machen“, fordert Schildbach.  

„Als Interessenvertretung der mittelfränkischen Bevölkerung, möchte ich Gewissheit darüber, dass Gelder des Bezirks, nicht in Kinderarbeit, Rüstungsgüter, Gentechnologie, Atomwirtschaft oder andere menschen-verachtende Spekulationen investiert werden,“ unterstreicht er. Dies alles entspräche nicht den Vorgaben einer, unter ethischen Gesichtspunkten, verantwortungsvollen Geldanlagepraxis von öffentlichen Geldern. 

Die derzeitige Entwicklung der Finanzmärkte und zahlreiche Studien zeige darüber hinaus, dass nachhaltige, soziale, ökologische und regionale Geldanlagen keinen Verzicht auf Rendite bedeuteten, sondern dass sich solche Anlageformen stabil und gewinnsteigernd auswirkten.


VON: UWE SCHILDBACH






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