„Wenigstens ein Dach überm Kopf.“ - DIE LINKE. will Obdachlosigkeit bekämpfen

07.04.19
Schleswig-HolsteinSchleswig-Holstein, News 

 

Von DIE LINKE. Rendsburg-Eckernförde

Rendsburg-Eckernförde. Am europaweiten Aktionstag gegen Wohnungsnot sprach die Fraktion DIE LINKE. Rendsburg-Eckernförde über die Ursachen und Folgen von Obdachlosigkeit. Dabei stellte sie das Konzept „Housing First“ - Wohnen Zuerst – vor.
Während des Abends wurde zusammen mit Cornelia Möhring (MdB, stellv.
Fraktionsvorsitzende im Bundestag) und Stefan Laurer (Housing First Berlin) über das emotionale Thema gesprochen.
„Bei Housing First geht es darum zu akzeptieren, dass Wohnen ein Menschenrecht ist. Egal wie schlecht es dir geht, welche Probleme du auch immer hast: Du hast wenigstens ein Kopf über Dach überm Kopf!“ erklärt Stefan Laurer (aus Berlin) das Modellprojekt 'Housing First'. Stefan Laurer ist seit 28 Jahren Sozialarbeiter und in Berlin für Housing First zuständig.
Cornelia Möhring ist überzeugt von der Wirkung von Housing First: „Housing First ist ein schon jetzt gelungenen Projekt, das auch in SH Nachahmung finden sollte. Auch ein Blick nach Finnland zeigt, dass es wirkt!“ als frauenpolitischen Sprecherin der Bundestagsfraktion wisse sie, wie unerträglich die Lage für Frauen wäre.
Wohnungslose Frauen hätten spezielle Unterstützungsbedarfe. Oft kämen sie aus „Gewaltsituationen oder müssen aus der Notunterkunft Frauenhaus zurück in die Gewaltbeziehung, weil der Wohnraum fehlt.“ so die stellvertretende
Fraktionsvorsitzende im Bundestag Möhring weiter.
Wohnungslose Frauen könnten zudem in vielen Fällen nicht gemeinsam mit ihren Kindern untergebracht werden. „Zwangsumzüge und Zwangsräumungen müssen unbedingt gesetzlich erschwert werden.“ fordert sie eindringlich.
„Was ist uns wichtiger, schier unermesslicher Besitz für Wenige oder ein Dach überm Kopf von allen?“ mit diesen Worten schließt Maximilian Reimers,
Fraktionsvorsitzender im Kreistag und an diesem Abend als Moderator, die
Veranstaltung.
Die Eigentumsfrage schwinge natürlich mit, wenn über Wohnungs- und Obdachlosigkeit geredet wird. Keine Leerstand, keine luxus-sarnierte Zweitwohnung dürfe es geben „wenn wir auf der anderen Seite hunderte tausend Menschen auf der Straße sitzen haben.“
Die Linksfraktion Rendsburg-Eckernförde werde zusammen mit dem SSW eine Anfrage zum Thema Zwangsräumungen und -umzügen stellen. Weiter sei es das Ziel Housing First durchzusetzen und bestehende Angebote zu sanieren und auszuweiten.







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