Aufklärung statt Panikmache

15.03.18
Schleswig-HolsteinSchleswig-Holstein, News 

 

Von DIE LINKE. Schleswig-Holstein

Die am 15.03.2018 von Innenminister Grote vorgestellte Kriminalstatistik zeigt, dass es 2017 in Schleswig-Holstein so wenige Straftaten gab, wie zuletzt 1980. Sie zeigt auch, dass die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen um ein Drittel zurückgegangen ist. Angesichts dieser Zahlen kann man sich fragen, warum Innenminister Grote noch letzte Woche eine Studie vorstellte, die im Widerspruch dazu unterstellt, dass die Kriminalität durch zugewanderte Menschen in Schleswig-Holstein sprunghaft ansteigen würde?

"Anstelle Wasser auf die Mühlen rechter Hetzer zu gießen, wie durch die letzte Woche vorgestellte Studie "Analyse der Entwicklung der Kriminalität von Zuwanderern in Schleswig-Holstein", die aus einer hohen Zahl nichtdeutscher Tatverdächtiger mal schnell eine hohe Zahl von Tätern werden lässt, sollten wir uns an die Fakten halten, die den rechten Demagogen sicher nicht gefallen werden: Schleswig-Holstein ist nach dem Zuzug Geflüchteter in den letzten Jahren nicht unsicherer geworden, sondern im Gegenteil so sicher wie schon lange nicht mehr.", stellt Lorenz Gösta Beutin, Mitglied des Bundestages und Landessprecher der Linken Schleswig-Holstein fest. Auch bei der jetzt vorgelegten Kriminalstatistik werden leider immer noch neben den begangenen Straftaten auch die Tatverdächtigen erfasst, nicht die rechtskräftig Verurteilten. "Das ist eine absurde Art der Erfassung von Kriminalität, denn noch gilt in Deutschland die Unschuldsvermutung und Tatverdächtige sind nicht automatisch schuldig. Polizei und Innenministerium sind aufgefordert, die  die Realität abzubilden und nicht Schuld und Verdacht verwechseln. Und die Realität ist ein Rückgang der Straftaten in Schleswig-Holstein. Das ist eine erfreuliche Nachricht für alle, die nicht aus der Angst der Menschen politisches Kapital schlagen wollen." so Beutin.

Gerade in Zeiten von Fake News und einer Politik der Angst setzt DIE LINKE weiter auf Aufklärung statt Panikmache.







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