„Eklat im Kulturausschuss“

08.09.20
HamburgHamburg, Antifaschismus, News 

 

Von DIE LINKE. Hamburg-Mitte

Hat die CDU ein besonderes Verständnis von Erinnerungskultur?

„Georg Elsers versuchtes Attentat auf Hitler hat nichts mit der Woche des Gedenkens zu tun.“ Mit dieser Begründung beantragte Herr Dr. Böttcher (CDU, DeKo) folgende vier Zeilen aus einer Verwaltungsvorlage(!) Drs – 22-1234 zur Terminierung der corona-bedingt im Mai ausgefallenen und nunmehr auf einen Tag zusammengeschmolzenen Woche des Gedenkens in Hamburg Mitte zu streichen:

Eine Veranstaltung am 08. 11. würde die Möglichkeit eröffnen, an das erste Hitler- Attentat von Georg Elser zu erinnern, der als einer der wenigen handelte, um einen Krieg zu verhindern. Dieser Tag ist aus historischer Sicht passend, da es sich hierbei um einen positiv besetzten Tag handelt, der der ursprünglichen Idee der Woche des Gedenkens entsprechend Rechnung trägt.

Die Streichung wurde mit den Stimmen der Koalition durchgesetzt. Bellt da der Hund mit dem Schwanz oder ist das Konsens in der „Deutschland-Koalition“?

Bernhard Stietz-Leipnitz erklärte nach dem Ausschuss für die LINKS-Fraktion: „Ich bin entsetzt darüber, dass Herr Dr. Böttcher erklärt, das Gedenken an das Hitler- Attentat von Georg Elser habe „nichts mit der Woche des Gedenkens (WdG) zu tun“.

Wir haben stundenlang hier im Ausschuss über den Sinn, die Ziele und die Inhalte der „WdG“ diskutiert, noch länger und intensiver in der Vorbereitungsgruppe und waren zu einem Konsens gelangt. Ebenso wie der Befreiung vom Nazi-Regime, muss auch der Verbrechen der Nazis und dem Widerstand dagegen gedacht werden. Wenn diese wichtige Intention der Gedenkwoche mit der Mehrheit der Koalition „abgewählt“ wird, muss ich mir gut überlegen, ob ich in dieser Arbeitsgruppe noch mittun kann und will.“

 







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