Die Vergessene Debatte: Alle oder Keiner - Was kommt nach der „Einrichtungsbezogenen Impfpflicht"?

14.03.22
Schleswig-HolsteinSchleswig-Holstein, News 

 

Von DIE LINKE. Flensburg

Ab dem 16.03. gilt in Schleswig-Holstein die sogenannte „Einrichtungsbezogene Impfpflicht" für Mitarbeiter*innen in pflegerischen oder medizinischen Einrichtungen. Diese wurde Anfang Dezember durch die neue Ampel-Regierung im Bund beschlossen. Damals noch mit dem Hinweis, zunächst die Mitarbeiter*innen von Einrichtungen mit besonders zu schützenden Personen mit einer Impfpflicht auszustatten.

Danach startete eine gesellschaftliche und politische Debatte über eine allgemeine Covid-19-Impfpflicht. Diese hat nun in den letzten Wochen aufgrund des Pandemieverlauf und des Kriegs in der Ukraine deutlich an Schwung verloren.

Tjark Naujoks, selbst Gesundheits- u. Krankenpfleger stellt nun für seine Kolleg*innen fest:

„Das Abflauten in der Debatte um die allgemeine Impfpflicht wird auf Station „verschnupft" zur Kenntnis genommen. Leider kennt das Personal im Gesundheitssystem es nicht anders: Zunächst wurde in der Öffentlichkeit der Eindruck erweckt, jede*r Patient*in/Bewohner*in könnte auf ungeimpftes Personal treffen. Ungeachtet der bereits hohen Impfquoten im Gesundheitssektor. Nun geht es um die allgemeine Impfpflicht, die auch zu einer tatsächlichen Entlastung im Krankenhaus führen würde und jetzt hören wir deutlich das laute Schweigen in der Politik!"

Weder die Bundesregierung, noch die Landesregierung stehen hier für eine klare Linie. Stattdessen stehen nun weitere Öffnungsschritte an:

„Während sich die Gesellschaft auf den anstehenden Frühling freut, bereitet sich das Krankenhauspersonal auf die nächste Infektionswelle vor. Nicht ohne Grund gibt es nun in der Diako Flensburg wieder ein allgemeines Besuchsverbot." So Tjark Naujoks weiter und fordert abschließend:

„Die Politik muss sich endlich wieder ehrlich machen: Die Impfquote in Schleswig-Holstein und Deutschland ist weiterhin zu niedrig, es braucht eine allgemeine Impfpflicht! Das sind wir auch den Kolleg*innen auf den Stationen schuldig, die sich bereits seit 2 Jahren gegen jede Infektionswelle zu Wehr gesetzt haben!"







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