Großinvestor Huth kündigt Ferdinandmarkt - eine über 100 Jahre alte Institution in Lichterfelde Ost muss Profitgier weichen

25.06.20
BerlinBerlin, News 

 

Von DIE LINKE. Steglitz-Zehlendorf

Harald Huth, Geschäftsführer der HGHI, hat den Händler*innen des Ferdinandmarktes zum Herbst 2020 gekündigt, was das Ende des beliebten und seit über 100 Jahren an diesem Ort existierenden Marktes bedeutet. Stattdessen plant der Investor einen großflächigen Drogerie- und einen weiteren Supermarkt.

Dazu nimmt die Bezirksvorsitzende der LINKEN. Steglitz-Zehlendorf wie folgt Stellung: „Aus Profitgier – denn mit Büroräumen und Großmärkten sei mehr Geld abzuschöpfen – zerstört der Immobilienkonzern HGHI den Kranoldkiez in Lichterfelde Ost. Nun soll der stets gut besuchte Ferdinandmarkt, der hier vor Ort auch zentraler, sozialer Treffpunkt ist, den Umbauplänen von Huth weichen. So werden aus reinem Verwertungsinteresse gewachsene und bisher gut funktionierende Gewerbe- und lokale soziale Strukturen zerstört!“, kritisiert Brychcy.

„Das von der schwarz-grünen Zählgemeinschaft geplante Standortentwicklungskonzept, das innerhalb der nächsten drei Jahre erarbeitet werden soll, wird der aggressiven Ankauf- und Entmietungsstrategie von Huth kaum etwas entgegen setzen können. Es braucht sofort einen Schutzschirm für den Kranoldkiez!“ fordert Franziska Brychcy. „Das Bezirksamt muss zügig eine Sortimentsbeschränkung festsetzen, sodass Konkurrenz durch weitere Großverkaufsflächen für das vorhandene, vielfältige, ortsübliche Warenangebot ausgeschlossen werden kann“, insistiert die Bezirksvorsitzende der LINKEN.

„Und natürlich braucht es Politik, Verwaltung und Bürger*innen Hand in Hand, um klar zu machen, dass wir den skrupellosen Großinvestor damit nicht durchkommen lassen werden! Entsprechende Protestaktionen und diverse Beteiligungsmöglichkeiten, u.a. durch die örtliche Bürgerinitiative, sind in Vorbereitung,“ so Brychcy.







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