Millionen politische Gefangenen sind weltweit eingekerkert


Amnesty International

30.06.13
BerlinBerlin, Internationales, Antifaschismus 

 

von Mehmet Desde

Ausstellung Briefe gegen das Vergessen

In Gefängnissen sind sie von allen Menschen, die sie lieben und von denen sie geliebt und geachtet werden, weit entfernt.
Wände aus Stein, kalte Fenstergitter und Ein- samkeit, oftmals auch Folter und Misshandlun- gen ist ihre Realität.

Alles wird eingesetzt, um die politischen Gefangenen zum Aufgeben zu zwingen. Ihre Gedanken und Herzen sollen in Ketten gelegt werden!

Gefängnisse, die Inhaftierung von politischen Menschen in einem Land, das sind Maß- stäbe für den Stand der Zivilisation in diesem Land. Die Gesellschaft versucht diese Realität zu ignorieren. Mit der Existenz von Gefängnissen will sie nicht konfrontiert wer- den. Das Gefängnistor, durch das die politischen Gefangenen in den Kerker gebracht werden, ist mächtig. Das Tor um wieder nach draußen zu gehen, ist schmal.

Gefangene erspähen einen Zipfel des blauen Himmel nur beim Hofgang. Der Blick der Ge- fangenen aus den Zellenfenstern trifft auf Betonwände. Briefe an die politischen Gefan- genen sind die Fenster in ein freies Leben. Diese Briefe sind das einzige Tor, das Fenster das sich öffnet um nach draußen zu sehen und zu fühlen.

Briefe der Gefangenen an FreundInnen, an Familien, an  Unterstützerinnen sind die un- zensierten Erzählungen eingesperrter und gequälter Menschen. Sie erzählen von ihren Gefühlen, Leidenschaften, Ängsten, Verletzlichkeiten, aber auch von ihrem Mut und ihren Hoffnungen.

Diese Ausstellung dokumentiert Briefe als Fenster, das sich für Gefangene öffnet. Und als Fenster für die Menschen draußen, die sie nicht vergessen. Es sind Briefe, die an mich aus sehr vielen Ländern der Welt geschickt und von mir aus dem Gefängnis heraus beantwortet wurden. 

Mehmet Desde
13349 Berlin



www.amnesty.de/files/Flyer_11.7._Ausstellung_und_Veranstaltung.pdf


VON: MEHMET DESDE






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