Gedenkveranstaltung 80. Todestag Carl von Ossietzkys am 4. Mai 11:00 bis 12:00

30.04.18
BerlinBerlin, News 

 

Gedenkveranstaltung am Ehrengrab

80. Todestag 

C a r l   v o n   O s s i e t z k y
(1889 - 1938)
 
Freitag, 4.  Mai  2018, 11:00  – 12:00 Uhr   | Friedhof  Pankow IV, Buchholzer Str. 6 - 8  (Reihe A1-35)

 
P r o g r a m m
(Entwurf)

11:00
Schweigeminute und Verbeugung am Ehrengrab

 
Mitwirkende der Kurt–Tucholsky–Oberschule Berlin
Musikbegleitung zur Niederlegung von Blumen

11:05
Soeren Benn, Bezirksbürgermeister Pankows
Bedeutung der Verdienste des Friedensnobelpreisträgers für Pankow
 

11:10
Michael van der Meer, Vorsteher der  Bezirksverordneten Pankows
Bürger und Bürgerinnen Pankows streiten weiter für Grund– und Freiheitsrechte

11:15
Cristian Bartlof, Gandhi Information Centre Berlin
Weltbürger Ossietzky
 

11:30
Heike Gerstenberg, Gleichstellungsbeauftragte Pankows
Maud von Ossietzky - Frauenrechtlerin und Pazifistin

 
11:35
Schüler und Schülerinnen der Carl–von–Ossietzky–Schule Berlin
Warum wir Carl von Ossietzkys Wirken an unseren Schulen lebendig halten (Statements)

 
11:40
Gösta Gablick, Kunstschmied und Bildhauer
Entwürfe zu Relief und Denkmalskulptur „Maud von Ossietzky“
 

11:50
Prof. Dr. Fanny–Michaela Reisin, Internantionale Liga f. Menschenrechte e. V.
Carl und Maud – Mahnung und Ermutigung immer noch …
 

11:55
Mitwirkende der  Kurt–Tucholsky–Oberschule Berlin

Abschiedsmusik
 
***
Ende

 

----------------------------------------------- 

Hintergrund:

Carl von Ossietzky war in den Jahren der noch jungen ersten Demokratie Deutschlands, der sogenannten „Weimarer Republik“, Herausgeber der kritischen Wochenzeitschrift „Die Weltbühne“. Die leidenschaftlichen Beiträge des Publizisten  gegen Rüstung und Krieg, für Gerechtigkeit und Demokratie zeugen von seiner bis heute beispielhaft gebliebenen Zivilcourage. In den Reihen der damaligen „Deutschen Liga für Menschenrechte“ stritt er auch praktisch politisch für internationale Verständigung und soziale Gerechtigkeit.

Bereits in der Nacht des Reichstagsbrandes am 27. Februar 1933 wurde Ossietzky – kaum waren die Nazifaschisten an der Macht – festgenommen und in deren Gefängnissen sowie Konzentrationslagern fortan schwerer Folter ausgesetzt.

Eine international ins Leben gerufene Solidaritätskampagne erreichte, dass ihm der Friedensnobelpreis 1935 zugesprochen wurde. Die Ausreise zur Preisverleihung in Oslo wurde ihm untersagt. Das Preisgeld behielten die Nazis ein.  

Am  4. Mai 1938 erlag Carl von Ossietzky im Pankower Nordend-Krankenhaus (Mittelstraße 6) den Folgen jahrelanger Misshandlungen durch die Nationalsozialisten.

An seiner Seite stritt für dieselben Visionen und Ziele Maud von Ossietzky. Sie teilte mit ihm, allen  Demütigungen und Schikanen zum Trotz, das Krankenzimmer bis zu seinem Tode.
Auf dem nahegelegenen Pankower Friedhof  durften wenigstens sie und die aus dem schwedischen Exil angereiste gemeinsame Tochter Rosalinde den geliebten Verstorbenen in aller Stille bestatten. Öffentlichkeit und sogar Blumen waren strikt untersagt.

Am 80. Todestag wollen wir an dem Grab, das den übermächtigen Faschisten abgetrotzt werden musste und im demokratischen Deutschland als Denkmal gewürdigt wird, mit repräsentativer Öffentlichkeit und vielen Blumen Carl von Ossietzky ehren.

Nicht zuletzt angesichts der Sorgen und Ängste, die Menschen hierzulande und überall auf der Welt gegenwärtig umtreiben, ist das Engagement des mutigen Pazifisten bis heute Mahnung und Ermutigung zugleich. Ökonomische Ungerechtigkeit und soziale Benachteiligung, rassistische Ausgrenzung und Streben nach nationaler Vorherrschaft  („Amerika First!“, „Deutschland den Deutschen!“) oder  Rüstungswettlauf bei Gefahr eines nicht rückholbaren Krieges  sind – alle von Ossietzky mit scharfer Zunge gegeißelt – weiter aktuell.

Für eine Welt ohne Bedrohung und Angst braucht es unser aller Mut, Kraft und Solidarität.

Ganz im Geiste der von Ossietzkys!







<< Zurck
Ja, auch diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz